Suche

 

Aktuelle Beiträge

Ich ziehe um: Neues Blog...
Da meine Interessen doch eher sprunghaft sind, habe...
PatrickD - 13. Sep, 12:33
Weblogs zum Kollaborativen...
Schon etwas älter aber trotzdem, in dem Zusammenhang...
PatrickD - 27. Jan, 17:58
WP 1.0: Wikipedia soll...
Nachdem der gerade gegründete Zenodot Verlag die...
PatrickD - 27. Jan, 13:33
E-Science Forum Nachlese
Das e-Science-Forum des BMBF und der Max-Planck-Gesellschaft...
PatrickD - 16. Nov, 08:30
Wikisym 2005 /CSCW 2006
Mal wieder einige Hinweise auf Konferenzen. Den meisten...
PatrickD - 11. Aug, 20:38

User Status

Dienstag, 19. Juli 2005

Die Wissenschaft in der Google-Gesellschaft

Immer mehr Autoren scheinen von einem langfristigen Wandel in der Wissenschaft überzeugt zu sein. In dem Buch „Die Google-Gesselschaft“ spricht Natascha Thomas von einer neuen Generation von Wissenschaftlern:

"Die neue Generation von Wissenschaftlern ist nicht nur den Umgang mit neuen Netzwerkmedien gewohnt, sie erkennt auch deren Vorteile und Chancen. Diese Wissenschaftler forschen und publizieren in einer digitalen Welt und setzen hierfür „neuartige“ Werkzeuge wie selbstverständlich und vor allem experimentierfreudig ein. Dies könnte langfristige Spuren in der wissenschaftlichen Arbeitsweise, in der Kommunikation und somit auch in den Forschungsergebnissen hinterlassen: Wissenschaftliche Texte müssen nicht linear aufgebaut sein und sie müssen nicht als endgültig angesehen werden. Der lineare und hierarchische Diskurs wird durch den zyklischen und gleichberechtigten Dialog ersetzt. Texte haben weder einen einzelnen Autor noch ein Fertigstellungsdatum, sie entstehen vielmehr in gemeinsamer Arbeit und entwickeln sich fort. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia macht heute schon vor, wie sich Wissen ohne Expertokratie entwickeln lässt. Für die Wissenschaft wird dies ein neues Denken erfordern Denn solche Veränderungen setzen nicht nur einen Wandel im Selbstverständnis der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen voraus, sondern im gesellschaftlichen Verständnis von Wissenschaft überhaupt. "
( Thomas, Natscha: Wissenschaft in der digitalen Welt. In: Lehman, Kai (Hrsg.): Die Google Gesellschaft S. 321-322)

Ganz langsam scheint sich das Denken, gerade bei jungen Wissenschaftler immer mehr in die Richtung des kollaborativen elektronischen Publizierens zu gehen. :-) Das Buch soll übrigens ein Jahr nach dem erscheinen (also im Mai/Juni 2006) in ein Wiki gestellt werden damit man gemeinsam an einer 2. Auflage arbeiten kann. Die Idee hatte schon Lawrence Lessig der sein Buch Code wikifiziert hat und das Projekt Code 2.0 nennt.

Das Blog zur Goggle Gesellschaft ist leider immer noch nicht online. http://www.google-gesellschaft.de

Folien online

Seit einiger Zeit sind auch die Folien online:
Zum einen als PDF Version auf der Seite der IuK Jahrestagung:
http://www.iuk-initiative.org/index.php?option=com_content&task=view&id=57&Itemid=74

Zum anderen habe ich meine Folien zur Weiterverwendung im Open Office Impress und im Powerpoint Format zur Verfügung gestellt. Die Folien stehen genau wie dieses Blog unter der Creative Commons CC-BY Lizenz.

Nochmal vielen Dank an Jakob, der mir dafür den Webspace zur Verfügung gestellt hat.

E-Science? Jahrestagung 2005 der Deutschen Gesellschaft für Wissenschafts- und Technikforschung (CfP)

Heute erreichte mich ein sehr interessanter Call of Paper (Wiedergabe leicht gekürzt) :

Call für Papers für die Jahrestagung 2005
der Deutschen Gesellschaft für Wissenschafts- und Technikforschung
am 25./ 26. 11. 2005 in Berlin


E-Science?

Die Bedeutung des Computers für die Produktion, Vermittlung, Verbreitung und
Bewertung wissenschaftlicher Erkenntnisse



Unter Stichworten wie "E-Science" wird allenthalben die zunehmende
Computerisierung der Wissenschaften als eine wichtige Facette der Wissensgesellschaft
verhandelt und entweder als Innovation euphorisch begrüßt oder mit technikkritischen
Befürchtungen verbunden. In den Natur- und Technikwissenschaften schon lange
Bestandteil der wissenschaftlichen Praxis, hat die Digitalisierung in jüngster Zeit auch
die Sozial- und Geisteswissenschaften erreicht, wie neue Formen der Archivierungen
oder die Verwendung hochkomplexer computergestützter Modellierungen zeigen.
Doch was wissen wir wirklich über die Reichweite und die Folgen dieses Prozesses?
[...]
Die wissenschaftliche Erkenntnisproduktion im engeren Sinne verändert sich ohne
Zweifel durch Computereinsatz, etwa durch Simulationen oder bildgebende Verfahren,
durch computerisierte Beweise oder die Bereitstellung, Verknüpfung und Auswertung
großer Datenbanken. Doch bringen diese neuen Werkzeuge und Verfahren auch neue
epistemologische Herausforderungen mit sich, und haben sie auch sichtbare
Auswirkungen auf die wissenschaftliche Produktionsweise?
[...]
Innerhalb der Wissenschaft wird der Computerisierung aber auch ein großes Potenzial
für die Vermittlung von Vorgehensweisen und Ergebnissen zugeschrieben, da sich die
Bedingungen für verteiltes Arbeiten verändern und - mutmaßlich - verbessern. Damit
verbindet sich etwa die Hoffnung, dass effizientere Formen der Kommunikation in
räumlich verteilten Forschungsverbünden möglich sowie neuartige
Kooperationsmöglichkeiten eröffnet werden, etwa durch Fernzugriff auf
Forschungsgeräte der Partner oder durch Daten-Sharing. Neue kollektive
Arbeitstechniken sollen zudem durch Verfahren des Computer Supported Cooperative
Work oder E-Learning befördert werden. Doch berühren diese Computer- und
Netzwerktechniken auch den Kern des wissenschaftlichen Produzierens? Entstehen
tatsächlich neue Möglichkeiten, die über den Effekt der Word-Überarbeitungsfunktion
für die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten hinausgeht? Und in welchem
Verhältnis stehen die mögliche Kooperationsvereinfachung oder mögliche neue
Kreativitätsräume zu den Standardisierungseffekten, die mit computerisierten
Werkzeugen zwangsläufig einhergehen?
Schließlich verändert Computerisierung die Verbreitung und wissenschaftliche
Bewertung des produzierten Wissens. Hier sind besonders die mit dem Internet
verbundenen neuen Publikations- und Verbreitungsmöglichkeiten einschlägig, etwa EJournals,
die großen und vernetzten Datenrepositories, oder auch die Publikation auf
Homepages.
[..]
Abstracts erbeten bis zum 31.Juli 2005

mehr demnächst unter: http://www.gwtf.de

IuK Jahrestagung Bericht

Leider war eine praktische
Vorführung eines Wikis und von social Bookmarksystem, wie ich sie geplant hatte
nicht möglich, da die Rechner nur über Hot Spot der T-Kom mit dem Internet
verbunden waren und nicht alle Moderatoren in das System eingewiesen waren.

Der Vortrag verursachte, wie
nicht anders zu erwarten war Kritik und Skepsis, die vor allem in dem Diskussionsteil
aber auch in Gesprächen danach zur Geltung kamen. Insbesondere aber von einigen
jüngeren Teilnehmern habe auch sehr positives Feedback erhalten und die Arbeit
ist auf Interesse gestoßen.

Die Hauptsächlichen
Kritikpunkte waren:


* Wie baut man ein
Kompetenznetzwerk auf? Wer ist Kompetenz?

* Die wissenschaftliche
Kommunikation funktioniert anders.
* Wie kann man eine
Publikation, die sich im Fluss befindet zitieren? (Diese Frage konnte mit
einem Verweis auf die nächste Mediawiki Version die für jede Version,
Permalinks unterstützen wird beantwortet werden.)

* Wie kann das funktionieren, als einzelner Autor spinnt man doch
einen roten Faden. Und wie passen verschiedene Stile verschiedener
Autoren zusammen?

Insgesamt war die Iuk
Jahrestagung eine für mich sehr interessante Veranstaltung. Auch wenn es ein
wenig komisch anmutet, dass auf einer Tagung auf der über Open Access zu
wissenschaftlichen Publikationen geredet wird, es kein freien Zugang zum Internet
gab, weder über Public Terminals noch über ein Freies WLAN, der ja eigentlich
eine Vorraussetzung ist damit Open Access überhaupt funktionieren kann.

DFG-Positionspapier: vielversprechender Inhalt

Das DFG-Positionspapier zum elektronischen Publizieren enthält auf Seite 4 einige
interessante Aussagen, die den Ansatz des kollaborativen
elektronischen Publizierens stützen:

Innovative Ansatzpunkte für eine
weitergehende Verschiebung ergeben sich vor allem aus einer
Neugestaltung und Verschiebung der Grenzen zwischen traditionellem
Publizieren und informeller Kommunikation. Im Gegensatz zum
publikationsgesteuerten Wissensaustausch geht es bei letzerdem
Informationstypus um ein direkten, dynamischen und innovativen
Wissensaustausch, der zu einer Vernetzung der Akteure selbst führt

Da müsste ich doch gleich an soziale Software uns
insbesondere an Wikis und Weblogs denken, die solche Forderungen
schon heute erfüllen. Auch die so genannten living dokuments
erinnern stark an einen Text in einem Wiki.


Besonders schön finde ich auch das Zitat aus dem Buch Cyberscience von Michael Nentwich, das hier sicher auch nochmal Thema sein wird:

Within a few years time, the scholarly publication system will be
fundamentally different from what we came to know.
(S. 366)

(gefunden über netbib)

Koelpu ist umgezogen

Hier findet nun ein Neustart meines Blogs statt. Mit dem alten Anbieter kam ich irgendwie nicht zurecht. Nicht nur das er Probleme mit Trackbacks hatte und diese nicht vernünftig funktionierten sonder er hast sich nun schon zum zweiten Mal unbenannt hatte und ich selber nicht mehr genau wusste „Wie kam ich jetzt noch mal zu meinem Blog?“. Aus diesem Grund bin ich jetzt bei dem Anbieter mit deutlich mehr Erfahrung twoday.net. Der Vollständigkeit poste ich alle alle alten Beiträge auch hier. Die Kommentare ziehen leider nicht mit um können aber unter http://patrickd.kulando.de/ eingesehen werden. Also auf ein neues :-)

Literatur (Auswahl)


Henriette Fiebig
Wikipedia Das Buch


Michael Nentwich
Cyberscience

Events

Mehr

Powered by CalendarHub

Status

Online seit 4451 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 11. Jan, 02:03

Info
Kollaborationen
Literatur
Tagung
Vertrauen
Web
wissenschaftliche Kommunikation
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren